Ab Ostern neue Regeln für Mauerpark

Der Mauerpark auf der Grenze zwischen Prenzlauer Berg und Wedding

Der Mauerpark auf der Grenze zwischen Prenzlauer Berg und Wedding

In dieser Woche schockierten Meldungen über ein neues “Flüsterpark-Konzept” viele Fans des Mauerparks. Ab 1. April soll dieses greifen und bei Lärm-Verstößen Bußgelder um die 30 Euro vorsehen. Besucher der beliebten Karaoke-Partys sahen schon das Aus für ein Stück Berliner Kultur. Doch ganz so schlimm soll es wohl nicht kommen. Anwohner, Bezirksamt und Polizei haben zusammen einen Leitfaden entwickelt, der das Grillen, Musikmachen und die Abfallentsorgung regeln soll. Zum Schutz der Anwohner soll künftig nur vermieden werden, dass Lautsprecherboxen direkt in der Nähe der Wohnhäuser aufgestellt werden. Die Polizei werde bei besonders lauten Instrumenten eine Einzelfallprüfung vornehmen. Bei Einbruch der Dunkelheit soll die Musik leiser werden. Tagsüber wird das Musizieren aber weiterhin möglich sein. “Wenn Bands mit Verstärker mitten im Park spielen, ist das unproblematisch”, so Alexander Puell vom Verein Freunde des Mauerparks gegenüber der Berliner Morgenpost.

Selbst ältere Menschen lieben und nutzen den Mauerpark an den Wochenenden für ausgelassenes Singen und Tanzen:

Erst als Ackerfläche, später als Exerzierplatz genutzt, gehörte im 19. Jahrhundert das Gelände des heutigen Mauerparks zum Alten Nordbahnhof. Nach dem Mauerbau bildete es ab 1961 das Grenzgebiet zwischen West.- und Ost-Berlin. Der Teil westlich der Schwedter Straße gehörte zum französischen Sektor Berlins, der Teil östlich davon zum sowjetischen.